Die Geschichte des Amateurfunks

Elektronische Schwingungen zu erzeugen, die in einer Entfernung empfangen werden konnten gelang zum ersten Mal im Jahr 1888. Heinrich Hertz, ein deutscher Physiker, wird als Erfinder des Amateurfunks benannt.

Fälschlicherweise wird Guglielmo Marconi oft als Erfinder genannt. Doch er begann erst im Jahr 1987 mit der Telegrafie ohne Draht.

Ein Meilenstein in der Geschichte des Amateurfunks wurde im Jahr 1923 gelegt. Zu dieser Zeit wurde die Braunsche Röhre entwickelt. Sie dient als Verstärker. Nicht nur für die drahtlose Funktechnik war dies sehr bedeutungsvoll. Die Unterhaltungselektronik konnte einen großen Sprung nach vorn machen. Resultate sind im Bereich Rundfunk und Fernsehen zu bemerken.

Es war MHz, die mit Frequenzen unterhalb 1,5, welche für kommerzielle Zwecke als Erstes genutzt wurden. Die Mittelwelle, wie die heutige Bezeichnung für MHz ist und auch Frequenzen knapp darüber, also die Kurzwelle, konnten Amateurfunker nicht nutzen.

Ein revolutionäres Datum in der Geschichte des Amateurfunks war der 27. November 1923. Zwischen einem französischen und einem amerikanischen Funkamateur kam auf kurzen Wellen die erste zweiseitige Funkverbindung zustande. Es waren 2,7MHz, was einer Wellenlänge von etwa 110 Metern entspricht. Die Kurzwellenfunktechnik war somit geboren. 

Die Nutzung der Kurzwelle blieb den Funkamateuren vorbehalten. Hingegen Frequenzen von 3 MHz bis 30 MHz von Behörden, wie der Reichspost genutzt wurden. 

Es war die Zeit des Dritten Reichs, in welchem die Zahl der Funkamateure stark zugenommen hat. Sie wurden zu dieser Zeit sogar ausgebildet. Ihr erlangtes Können nutzte die Wehrmacht. Vor allem der Geheimdienst bediente sich dem Können der Funkamateure als Sprachrohr während des Zweiten Weltkriegs.

Ein jähes Ende gab es am 01. September 1939 für die Funkamateure. Die erteilten Sondergenehmigungen wurden zurückgezogen. Ausnahmen bildeten wenige Angehörige der Wehrmacht. Sie durften der zivilen Fernmeldeverwaltung allerdings nicht unterstehen. 

Das endgültige Aus für den Amateurfunk kam mit dem Zusammenbruch Deutschlands. Der Kontrollrat der Alliierten untersagte strikt alle Aktivitäten in diesem Bereich. Erstaunlich war der Zeitpunkt. Das Verbot geht auf den Januar 1945 zurück. Es hatte weder eine Besetzung noch eine Kapitulation von Deutschland zu dieser Zeit stattgefunden.

Doch bereits zwei Jahre später also 1947 ging es mit dem Amateurfunk wieder aufwärts. Gefördert wurde die Gründung von Vereinen. Die Amateurfunker bekamen extrem teure Sender und Empfänger. Sie stammten aus den Militärbeständen und wurden entsprechend den Bedürfnissen umgebaut. 

1949 kam es zum Erlass eines Gesetzes für Amateurfunker. Nicht mehr so eingegrenzt waren die Möglichkeiten der Nutzung des Netzes. Dies führte dazu, dass sich immer Menschen für diesen Bereich interessierten.

In Zahlen ausgedrückt, stellt sich dieser Aufschwung wie folgt dar.

Waren es im Jahr 1952 rund 3.000 Sendelizenzen, die beantragt und ausgegeben wurden, konnten im Jahr 1962 schon mehr als 15.000 Lizenzen verzeichnet werden. Die Zahl der ausgegebenen Genehmigungen für Amateurfunker stieg 1962 nochmals enorm an. Es waren etwa 80.000 Lizenzen.

Auch in der damaligen DDR (Deutsche Demokratische Republik) wurden Aktivitäten Amateurfunker beobachtet. Sie unterlagen aber Bedingungen, um eine Genehmigung zu erhalten. So musste der Amateurfunker Mitglieder der GST (Gesellschaft für Sport und Technik) sein. Gegründet wurde diese im Jahr 1952.

 

Neue Gesetze wurden von der Regierung der DDR 1953 auf den Weg gebracht. Erlassen wurde ein Gesetz für das Post- und Fernmeldewesen. Ebenso wurde zu dieser Zeit eine Amateurfunkverordnung erlassen. 

Da der technische Fortschritt auch vor dem Amateurfunk nicht haltmacht, gibt es viele Fans auf diesem Gebiet. 


Gesetzliche Vorschriften des Amateurfunks

Amateurfunk ist ein Gebiet, welches vom Gesetzgeber genau im Auge behalten wird. Daher gibt es schon Vorschriften, welche eingehalten werden müssen, ehe mit dem Funken begonnen werden darf. 

Sind diese erfüllt und der Betrieb wurde gestartet, können Überprüfungen erfolgen, um zu sehen, ob das Amateurfunkgesetzauch eingehalten wird. Die Regulierungsbehörde ist hierfür zuständig.

Werden Unregelmäßigkeiten oder gar Verstöße festgestellt, hat dies schwerwiegende Folgen für den Amateurfunker. Zum einen wird seine Tätigkeit in ihrem Umfang eingeschränkt oder sogar gänzlich unterbunden. Zum anderen ist mit erheblichen Geldbußen zu rechnen.

Nachfolgend befindet sich ein kurzer Auszug zum Amateurfunkgesetz. Dieses ist online ausführlicher, mit den entsprechend Paragraphen und weiterführenden Hinweisen zu bereits bestehenden Gesetzen, zu finden.

Erklärungen zum Amateurfunkgesetz

Beschlossen hat der Bundestag am 23.06.1997 Folgendes zum AFuG (1997 Amateurfunkgesetz). Es umfasst 13 Paragraphen.

Im ersten Paragraphen des Amateurfunkgesetzes ist der Geltungsbereich festgelegt. 

Im zweiten Paragraphen des Amateurfunkgesetzes sind die Begriffsbestimmungen festgeschrieben. Dort kann nachgelesen werden, dass ein Funkamateur eine Person ist, welche über ein Amateurfunkzeugnis verfügt. Er betreibt den Amateurfunk nicht zu gewerblich oder wirtschaftlichen Zwecken. Der Amateurfunk ist ein Hobby, welches Amateurfunker untereinander betreiben. Interessant ist, dass die Nutzung der Weltraumfunkstellen gestattet ist. Zum Betreiben ist zwingend ein Frequenznutzungsplan erforderlich. 

Im dritten Paragraphen des Amateurfunkgesetzes werden die Voraussetzungen zur Teilnahme am Amateurfunk geregelt. Es gehört dazu, dass eine Frequenz zugeteilt wird und Rufzeichen vergeben werden. Die Rufzeichen sind personengebundenen. Aber auch Ausbildungsfunkbetriebe und Klubs erhalten ein Rufzeichen zugewiesen. 

Im vierten Paragraphen des Amateurfunkgesetzes geht es um fachliche Anerkennung und dergleichen. 

Im fünften Paragraphen des Amateurfunkgesetzes werden die Rechte, aber auch die Pflichten eines Amateurfunkersaufgeführt. 

Im sechsten Paragraphen des Amateurfunkgesetzes sind technische und betriebliche Rahmenbedingungen nachzulesen. 

Im siebten Paragraphen des Amateurfunkgesetzes geht es um die Schutzanforderungen. Diese umfassen die elektromagnetische Verträglichkeit der verwendeten Geräte. Darüber sind der Regulierungsbehörde von dem Funkamateur Berechnungsunterlagen vorzulegen, ehe er seine Tätigkeit aufnimmt. Gefordert werden können ergänzende Messprotokolle. 

Im achten Paragraphen des Amateurfunkgesetzes sind Informationen über Gebühren und Auslagen zu finden. Diese können erhoben werden für die Erteilung von Amateurfunkzeugnissen, für eine Zulassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst, für die Zuteilung von Rufzeichen. Kosten können aber auch entstehen, wenn Anträge abgelehnt werden, eine Anordnung der Einschränkung des Betriebes oder die Außerbetriebnahme ausgesprochen wird. 

Im neunten Paragraphen des Amateurfunkgesetzes sind die Bußgeldvorschriften definiert. So werden Ordnungswidrigkeiten, Vorsatz und Fahrlässigkeit geahndet. Bestrafungen erfolgen in Form von Geldbußen, die mehrere Tausend Euro betragen können. 

Im zehnten Paragraphen des Amateurfunkgesetzes sind die Zuständigkeiten festgeschrieben. So nimmt beispielsweise die Regulierungsbehörde einige Aufgaben wahr. Die der Post und der Telekommunikation gehören dazu. 

Im elften Paragraphen des Amateurfunkgesetzes beinhalten Betriebseinschränkungen  und Betriebsverbote. Eine Regulierungsbehörde kann anordnen, wenn sie Verstöße gegen die geltende Rechtsverordnung festgestellt hat, diese Amateurfunkstellen teilweise oder völlig vom Betrieb ausschließen. Gleiches gilt, wenn Gefahr für Leib und Leben anderer besteht. 

Im zwölften Paragraphen des Amateurfunkgesetzes werden die Übergangsregelungen beschrieben. Sobald ein Gesetz bekannt gegeben wird, bis es in Kraft tritt, vergeht eine gewisse Zeit, in der die Übergangsregelungen greifen. Bis dahin gelten nämlich die bisherigen Gesetzmäßigkeiten weiter.

Im dreizehnten Paragraphen des Amateurfunkgesetzes steht, dass das Gesetz nach Verkündung in Kraft tritt und das bisher geltende Gesetz außer Kraft tritt. 

Anhand der vielen Paragraphen, die beim Betreiben des Amateurfunks zu beachten sind und die deutlichen finanziellen Strafen, die angedroht werden, sollten die Gesetze, die hier nur angerissen wurden nochmals genau gelesen werden. 

Für die bisherigen Ausführungen und Erklärungen besteht keinerlei Haftung, sie sind rein informativ.